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EU-souverän · Open Source · Produktionsbereit

Offene Informationsplattform
basierend auf W3C-Standards

Prisma ist Open-Source-Software, mit der Behörden und Organisationen ihre eigenen Informationen verwalten können — ohne Abhängigkeit von Big Tech. Alle Daten bleiben in Europa.

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EU-souveräne Cloud MIT / Apache-2.0 W3C offene Standards MDTO / DUTO-konform

Big Tech als Abhängigkeit

Viele KI-Tools laufen auf amerikanischen Servern und speichern Daten außerhalb Europas. Bei Prisma bleiben alle Daten auf europäischen Servern. Sie sind nicht von einem einzelnen Anbieter abhängig.

Neue europäische KI-Regeln

Ab August 2026 müssen Organisationen nachweisen können, wie ihre KI-Systeme Entscheidungen treffen. Prisma protokolliert jeden Schritt automatisch — damit Sie dies jederzeit belegen können.

Offene Standards, kein Lock-in

Prisma basiert auf internationalen offenen Standards. Das bedeutet: keine proprietären Formate, keine erzwungenen Upgrades, und Sie können jederzeit zu einem anderen System wechseln, ohne Ihre Daten zu verlieren.

Zwei Konzepte. Beide unverzichtbar.

Digitale Souveränität und digitale Autonomie werden oft synonym verwendet — sie sind jedoch nicht dasselbe. Den Unterschied zu verstehen, ist der Ausgangspunkt jeder ernsthaften Informationsgovernance-Strategie.

Digitale Souveränität

Souveränität betrifft die rechtliche und politische Kontrolle über Ihre Daten und Systeme. Eine souveräne Organisation kann beantworten: Wer hat die Gerichtsbarkeit über meine Daten? Unter wessen Gesetzen befinden sie sich? Kann eine ausländische Regierung Zugang erzwingen?

Souveränität geht in dem Moment verloren, in dem Ihre Daten in eine fremde Gerichtsbarkeit gelangen — selbst wenn sie verschlüsselt sind, selbst wenn die Server physisch in Europa stehen. Ein US-amerikanischer Cloud-Anbieter unterliegt dem CLOUD Act, unabhängig davon, wo sich seine Rechenzentren befinden. Microsoft bestätigte dies 2025 im französischen Senat: Es kann nicht garantieren, dass europäische Daten niemals an US-Behörden übermittelt werden.

Souveränität ist eine rechtliche Frage, keine technische. Man hat sie oder man hat sie nicht. Es gibt keine „teilweise Souveränität."

Digitale Autonomie

Autonomie betrifft die operative Handlungsfreiheit — die praktische Fähigkeit, unabhängig zu handeln. Eine autonome Organisation kann Anbieter wechseln, ihre eigenen Systeme prüfen, ihre Werkzeuge anpassen und den Betrieb fortsetzen, selbst wenn ein Lieferant verschwindet oder seine Bedingungen ändert.

Autonomie geht durch Vendor Lock-in verloren: proprietäre Dateiformate, die nicht exportiert werden können, nicht dokumentierte APIs, widerrufbare Lizenzen und SaaS-Plattformen, bei denen Sie keinen Zugang zum zugrunde liegenden Code oder Datenmodell haben.

Autonomie ist eine architektonische Frage. Sie wird von Anfang an durch offene Standards, Open Source und Datenportabilität eingebaut — oder sie wird stillschweigend aufgegeben, mit jeder hinzugefügten proprietären Abhängigkeit.

Warum Sie beides brauchen — und warum eines ohne das andere scheitert

Souveränität ohne Autonomie bedeutet, dass Ihre Daten rechtlich geschützt sind, Sie aber operativ weiterhin abhängig bleiben. Ein selbst gehostetes System auf proprietärer Software bindet Sie immer noch — Sie können zwar nicht überwacht werden, aber auch nicht wechseln, anpassen oder prüfen. Viele nationale Cloud-Initiativen tappen in diese Falle: Die Daten bleiben im Land, aber der Software-Stack bleibt ausländisch und intransparent.

Autonomie ohne Souveränität bedeutet, dass Sie offene, portable Systeme haben, die aber unter ausländischer Gerichtsbarkeit gehostet werden. Eine Open-Source-Anwendung auf AWS ist prüfbar und portabel — aber die US-Regierung kann dennoch Zugang zu den Daten erzwingen. Open Source auf ausländischer Infrastruktur ist nicht souverän.

Warum proprietäre Standards ein systemisches Risiko im Informationsmanagement darstellen

Lock-in verstärkt sich über die Zeit

Jedes Dokument in einem proprietären Format, jeder API-Aufruf an ein geschlossenes System, jeder Workflow auf einem herstellerspezifischen Schema fügt eine weitere Schicht der Abhängigkeit hinzu. Über zehn Jahre wird der angehäufte Lock-in strukturell unmöglich rückgängig zu machen, ohne eine vollständige Systemablösung. Organisationen des öffentlichen Sektors sind besonders gefährdet, da ihre Informationen über Jahrzehnte aufbewahrt werden müssen — lange nachdem das kommerzielle Interesse eines Anbieters an der Aufrechterhaltung der Kompatibilität erloschen ist.

Rechenschaftspflicht kann nicht rekonstruiert werden

Staatliche Informationssysteme müssen nachweisen können, was wann und von wem geschehen ist — für die Rechenschaftspflicht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG), die Informationsfreiheit und Gerichtsverfahren. Proprietäre Audit-Logs werden vom Anbieter kontrolliert, nicht von der Organisation. Wenn der Anbieter sein Format ändert, den Betrieb einstellt oder sich einfach weigert, ein Protokoll bereitzustellen, ist die Rechenschaftskette unterbrochen. Offene Standards wie PROV-O machen die Audit-Spur zu einem erstklassigen, unabhängig überprüfbaren Artefakt — nicht zu einem kommerziellen Nebenprodukt.

Interoperabilität zwischen Organisationen scheitert

Wenn zwei Organisationen verschiedene proprietäre Systeme verwenden, erfordert der Informationsaustausch maßgeschneiderte Integrationsarbeit — individuelle Konnektoren, bilaterale Vereinbarungen, Datenkonvertierung und laufende Wartung. Deshalb existiert BSW, das niederländische Programm „Beter Samenwerken" (Besser Zusammenarbeiten): Jahrzehnte proprietärer Systeme haben den behördenübergreifenden Informationsaustausch strukturell erschwert. Offene Standards wie DCAT2 und SPARQL ermöglichen es beliebigen Knoten, einander abzufragen, ohne vorherige Vereinbarung über Implementierungsdetails.

Langzeitarchivierung wird unmöglich

Das niederländische Archivgesetz (Archiefwet) verlangt, dass öffentliche Dokumente bis zu 115 Jahre lesbar bleiben. Das DUTO-Prinzip „Duurzaam" fordert dasselbe. Ein Dokument in einem Format, das proprietäre Software zum Rendern benötigt, ist nicht dauerhaft zugänglich — es ist Geisel der fortbestehenden Existenz dieser Software. Offene Formate wie RDF/N-Triples, PDF/A und XML sind von jedem System lesbar, heute und in Jahrzehnten, weil ihre Spezifikationen öffentlich und implementierungsunabhängig sind.

Prismas Antwort

Prisma ist so konzipiert, dass es Souveränität und Autonomie gleichzeitig liefert. Jede Komponente verwendet ausschließlich offene W3C-Standards — keine proprietären Formate, keine herstellerspezifischen APIs, kein Lock-in. Das gesamte System kann geprüft, geforkt, migriert oder Komponente für Komponente ersetzt werden. Und da es auf EU-Infrastruktur unter EU-Recht läuft, ist die rechtliche Souveränität strukturell, nicht nur versprochen.

✓ EU-Gerichtsbarkeit — strukturell ✓ Ausschließlich offene W3C-Standards ✓ Vollständig prüfbarer Quellcode ✓ PROV-O Audit-Trails — erstklassig ✓ Komponentenweise austauschbar
5
Offene W3C-Standards
0
Proprietäre Formate
EU
Nur Cloud
NLnet Open Calls eingereicht

Wofür ist Prisma gedacht?

Drei konkrete Anwendungsfälle — jeder ein reales Problem, das Prisma löst.

Zwei Organisationen teilen sicher Informationen

Zwei Organisationen fragen den DCAT2-Katalog der jeweils anderen über SPARQL SERVICE ab. Keine Datenkopie, kein zentraler Speicher. ODRL regelt den Zugang pro Objekt. Referenzarchitektur verfügbar.

Prisma / Federation — in Entwicklung

Spenden ohne Datenschutzrisiko

Eine Stiftung empfängt Spenden, während die Identität der Spender privat bleibt. Der Vorstand behält volle finanzielle Übersicht über PROV-O Audit-Trails.

Prisma / TALER — geplant

KI, die sich selbst verantwortet

Automatisierte Prozesse protokollieren jeden Schritt über PROV-O. Sie können jederzeit rekonstruieren, was entschieden wurde und warum — wie vom EU AI Act Art. 12–14 gefordert.

Prisma / ANP — Architektur in Produktion

Drei Komponenten, jeweils unabhängig einsetzbar

Prisma besteht aus drei Komponenten. Klicken Sie auf eine Karte für Details.

Komponente 1

Prisma / ANP

Das offene Kommunikationsprotokoll für KI-Agenten und automatisierte Systeme. Jede Aktion wird über PROV-O protokolliert.

NLnet NGI Zero — beantragt mehr Info →
Komponente 2

Prisma / Federation

Informationen zwischen Organisationen teilen, ohne Kopien anzulegen. Jede Organisation verwaltet selbst den Zugang.

NLnet NGI Fediversity — beantragt
Komponente 3

Prisma / TALER

Zahlungsmodul für Stiftungen. Spender bleiben anonym. Der Vorstand behält die Übersicht.

NLnet NGI TALER — beantragt